Hansa Rostock und Wehen Wiesbaden trennen sich 0:0

50 Minuten in Unterzahl spielend muss sich Hansa Rostock beim SV Wehen Wiesbaden mit einem torlosen Remis begnügen

26. September 2015, von
Hansa Rostock und Wehen Wiesbaden trennen sich 0:0 (Foto: Archiv)
Hansa Rostock und Wehen Wiesbaden trennen sich 0:0 (Foto: Archiv)

Von Beginn an bestimmte Hansa Rostock heute das Drittliga-Gastspiel beim Wehen Wiesbaden, konnte seine zahlreichen Chancen aber nicht zur Führung nutzen. Nach einer gelb-roten Karte für Kofler ab der 40. Minute in Unterzahl spielend kamen die Rostocker nicht über ein torloses Remis hinaus. Nach dem sechsten Unentschieden in Folge bleibt die Hansa-Kogge nach dem 11.Spieltag auf dem elften Tabellenplatz.

3.000 Zuschauer, darunter etwa 800 Hansa-Fans, sehen in der Wiesbadener Brita-Arena eine im Vergleich zum Remis gegen Magdeburg auf lediglich einer Positionen veränderte Rostocker Startelf. Für Julius Perstaller steht an diesem Nachmittag der zuletzt gelb-gesperrte Marco Kofler von Beginn an auf dem Platz.

Hansa Rostock startet druckvoll in die Partie. Keine zwei Minuten sind gespielt, als Stephan Andrist an der Strafraumgrenze der Hausherren einen langen Ball mit der Brust annimmt und freistehend vor SVWW-Schlussmann Markus Kolke aus 15 Metern abzieht. Kolke lenkt den Ball jedoch um den Pfosten. Eine Zeigerumdrehung später scheitert Andrist erneut knapp an Kolke. Den folgenden Eckball nimmt Matthias Henn volley, sein Schuss geht jedoch links am Tor vorbei.

Auf der Gegenseite landet ein Kopfball von Luca Schnellbacher in den Armen von Hansa-Keeper Marcel Schuhen – die Abseitsfahne war jedoch bereits oben (22. Minute). In der 29. Minute bewahrt Kolke seine Mannschaft erneut mit einer tollen Parade vor dem Rückstand. Nach einer Gardawski-Flanke von rechts scheitert Andrist per Kopf an Wehens Torhüter (29. Minute).

In der 34. Minute kommt der Ex-Rostocker David Blacha nach einem langen Ball im Zweikampf mit Christian Dorda im Strafraum der Rostocker zu Fall – kein Grund für einen Strafstoß. Im direkten Gegenzug scheitert Jose Alex Ikeng von der Strafraumgrenze am glänzend reagierenden Kolke, der seinen Schuss über die Latte lenkt. Auch den Ikeng-Kopfball nach anschließender Ecke hält der Torwart (36. Minute).

Wie aus dem nichts haben dann auch die Gastgeber ihre erste echte Chance an diesem Tag. Marc Lorenz flankt den Ball nahe der Grundlinie von links in den Rostocker Torraum, wo Nils-Ole Book versucht, den Ball über die Linie zu drücken – Schuhen hält die Kugel aber vor der Torlinie fest (39. Minute).

In der 40. Minute steht die Hansa-Kogge dann nur noch zu zehnt auf dem Platz. Kofler hat den Ellenbogen draußen, folgerichtig stellt der Unparteiische Justus Zorn stellt den bereits verwarnten Rostocker mit Gelb-Rot vom Platz.

Die letzte Chance der esrsten Halbzeit gehört den Hausherren – Schnellbacher verzieht den Schuss nach Vorlage von Blacha aber doch deutlich (43. Minute). So verabschieden sich die Mannschaften torlos zum Pausentee.

Beide Teams kommen nach der Pause unverändert aus den Kabinen. Den ersten Versuch im zweiten Durchgang startet Marc Lorenz mit einem Schuss aus gut 20 Metern, der jedoch links am Tor vorbei geht (49. Minute). Einen Freistoß von Lorenz aus 17 Metern pariert Schuhen (53. Minute).

Mit einem Mann mehr auf dem Platz wird der SVWW deutlich gefährlicher. In der 56. Minute muss Schuhen erst gegen Schnellbacher und im Nachschuss gegen Torsten Oehrl retten, die aus kurzer Distanz frei zum Schuss kommen. Auch in der 62. Minute ist Rostocks Schlussmann zur Stelle, als Oehrl es mit einem Volleyschuss probiert.

Hansa-Trainer Karsten Baumann reagiert und bringt Marcel Gottschling für Michael Gardawski ins Spiel, der kurz zuvor seine 5. Gelbe Karte gesehen hat und damit nächste Woche gegen Dresden fehlt.

Einen wenig druckvollen Schnellbacher-Kopfball fängt Schuhen sicher (72. Minute) und auch in der 78. Minute pariert der Rostocker Keeper einen weiteren Kopfball von Schnellbacher, eine Zeigerumdrehung später vergibt Lorenz nur knapp.

Auf Rostocker Seite kommt Aleksandar Stevanovic (für Stephan Andrist) ins Spiel. Soufian Benyamina verpasst eine schöne Flanke von Hansa-Kapitän Tobias Jänicke nur knapp (81. Minute). Nachdem Gottschling mit ausgestreckten Beinen in einen Zweikampf einsteigt, fliegt er verdient mit Roter Karte vom Platz. Der geradelte erst eingewechselte Stevanovic muss wieder raus und für Defensiv-Mann Marcus Hoffmann Platz machen. Für Tore reicht es an diesem Nachmittag jedoch auf beiden Seiten nicht mehr, so bleibt es nach 90 Minuten bei einem insgesamt gerechten Remis.

Gut gespielt, Chancen jedoch nicht genutzt und nach einem unnötigen Foul in Unterzahl. Mit dreizehn Punkten bleibt Hansa Rostock nach dem 11. Spieltag und dem 6. Remis in Folge auf dem 11. Tabellenplatz. Weiter geht es für die Hansa-Kogge am nächsten Samstag, wenn am Tag der Deutschen Einheit die SG Dynamo Dresden zum Ost-Derby im Ostseestadion zu Gast ist.

Tore:
keine

Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Marcel Schuhen (Torwart)
Maximilian Ahlschwede, Matthias Henn, Dennis Erdmann, Christian Dorda
Marco Kofler, Jose Alex Ikeng
Michael Gardawski (Marcel Gottschling, ab 64. Minute), Stephan Andrist (Aleksandar Stevanovic, 79. Minute; Marcus Hoffmann, 90. Minute), Tobias Jänicke
Soufian Benyamina

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