Große Pötte im Stadthafen

Das Frachtschiff Carina hat an der Haedgehalbinsel zur Reparatur festgemacht, die Stubnitz kommt frühestens ab Mitte Januar wieder in den Stadthafen

8. Dezember 2012, von
Frachtschiff Carina im Stadthafen Rostock
Frachtschiff Carina im Stadthafen Rostock

Ein großer Pott hat sich in die idyllische Kulisse des winterlichen Stadthafens eingeschlichen. Am Donnerstag hat das Frachtschiff Carina an der Haedgehalbinsel festgemacht. Ungewöhnlich – laufen große Frachter doch normalerweise den Überseehafen an. Doch der wäre zu teuer geworden, begründet die zuständige Schiffsagentur CST Comet.

Nun ist das 122 Meter lange und 19 Meter breite Schiff, das normalerweise Container über die Nord- und Ostsee befördert, für Reparaturarbeiten die Warnow hoch bis ins Herz Rostocks vorgefahren. Dort, wo eigentlich nur kleinere Passagierschiffe und Jachten anlegen. Seeverkehr wird hier schon lange nicht mehr abgewickelt. Der blaue Brückenkran und die beiden Portalkräne dienen nur noch als Zeugen des früheren Umschlagsortes.

Ohne Ballast sei die Carina mit 4,40 Meter Tiefgang gut in den Stadthafen gekommen, berichtet der Hafenmeister. Größere Schiffe wie die Stubnitz haben in der Vergangenheit durchaus bemängelt, dass die Warnow in diesem Bereich immer flacher werde.

Wie lange die Carina im Stadthafen liegen wird, ist noch ungewiss. Die Reparaturarbeiten unter anderem am Bug des 1990 gebauten Schiffes könnten vermutlich noch bis Januar dauern.

Stubnitz kommt frühesten im Januar nach Rostock zurück

Frühestens ab Mitte Januar steuert auch die Stubnitz, das vor allem bei jungen Leuten beliebte Kultur- und Partyschiff, seinen Heimathafen wieder an, verkündet Stubnitzchef Urs Blaser. Sicher sei das aber noch nicht, verhandle die Crew doch gerade um einen neuen Liegeplatz in London. Seit Anfang Juli weilt das ehemalige Kühlschiff in der britischen Hauptstadt. Etwa 40 Veranstaltungen auch während der Olympischen Spiele haben an Bord stattgefunden. Gern würde die Crew noch länger bleiben, um die nötigen Geldmittel für die 2014 anstehende Klassifizierung, dem TÜV für Schiffe, zu erwirtschaften. „Das kriegen wir mit Aktivitäten in Deutschland nicht hin“, erklärt Urs Blaser. Bis Mai würde das Schiff dann in Rostock bleiben, so der Plan für 2013, in dem auch eine Reise nach Dünkirchen angedacht ist.

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