Roter Pfeil in Warnemünde eingeweiht

Kunstwerk von Clea Stracke und Verena Seibt soll Treff- und Fotopunkt in der Warnemünder Kirchenstraße werden

14. Juli 2014, von
So könnte ein Erinnerungsfoto aus Warnemünde aussehen: Clea Stracke mit Nachwuchs und Fotograf Pascal Jäger vor dem roten Pfeil in Warnemünde
So könnte ein Erinnerungsfoto aus Warnemünde aussehen: Clea Stracke mit Nachwuchs und Fotograf Pascal Jäger vor dem roten Pfeil in Warnemünde

Obwohl er rot und groß ist, ist er doch sehr zurückhaltend, der neue schwebende Pfeil zwischen den zwei alten Pfarrhäusern in Warnemündes Kirchenstraße. Viele Passanten laufen einfach vorbei und scheinen das Kunstwerk über ihren Köpfen wohl nicht zu bemerken.

„Bei diesem Kunstwerk ging es uns vor allem darum, die Umgebung hervorzuheben. Nicht der Pfeil soll sich in den Mittelpunkt stellen, sondern der Pfeil die Umgebung“, erläutert Clea Stracke, eine der beiden Künstlerinnen, die diese Installation konzipierten. Ein Fotograf mit einer Polaroidkamera zeigt zur Einweihung, wie praktisch dieser Pfeil zum Schießen von Urlaubsfotos sein kann, indem er Passanten vor die denkmalgeschützte Umgebung stellt und knipst. Die Dreidimensionalität des Pfeils macht dies in alle Richtungen möglich.

„Es ist kein Denkmal, sondern ein Zeigmal, ein einfaches, schlichtes Zeichen mit großer Auswirkung und vorwärtsweisender Geste“, kommentiert der Preisrichter das neue Kunstwerk im öffentlichen Raum, das im Zuge der Straßensanierung dort errichtet wurde. In einem Wettbewerb, an dem sich sieben Künstler beteiligten, überzeugte schließlich der Entwurf „Hier und Jetzt – Where the magic happened“ des jungen Künstlerduos Clea Stracke und Verena Seibt.

„Die Entscheidung sei sehr einvernehmlich gefallen“, berichtet Dr. Jobst Mehlan, der für den Ortsbeirat an der Abstimmung beteiligt war, die nicht ohne Kritik blieb. Neben dem Alten Strom und dem Platz unter dem Leuchtturm solle sich hier ein weiterer Treffpunkt für die Gäste etablieren, so seine Vorstellung.

„Komisch, ich muss mich erst daran gewöhnen“, sagt eine Warnemünderin, die der Zeigmal-statt-Denkmal-Erklärung etwas abgewinnen kann. „Das ist so gar nicht meins. Für den Platz könnte ich mir etwas Schöneres vorstellen“, beschreibt die Neubrandenburgerin Christel Hacker, die regelmäßig Warnemünde besucht, ihren ersten Eindruck.

Musik – traditionelle amerikanische von einer One-Man-Band – lenkte die Aufmerksamkeit heute Nachmittag zur Einweihung des Kunstwerkes dann doch noch zum neuen Pfeil und lud zum Verweilen ein. „Vielleicht wird das ja ein neuer Platz für Straßenmusiker“, munkelte man schon in den Reihen der Schaulustigen.

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