Lebensgefährliche Mutprobe an S-Bahn-Brücke

Augenscheinlich als Mutprobe hängten sich Jugendliche gestern ans Brückengeländer am S-Bahn-Haltepunkt Lichtenhagen – ein 28-Jähriger wurde leicht verletzt, als er einschritt

18. September 2018
Lebensgefährliche Mutprobe an S-Bahn-Brücke
Lebensgefährliche Mutprobe an S-Bahn-Brücke

Durch einen Hinweisgeber wurde gestern Abend, den 17.09.2018 gegen 20:35 Uhr bekannt, dass sich auf der S-Bahn Brücke am Haltepunkt Lichtenhagen sechs Kinder/Jugendliche aufhalten sollen.

Zwei von ihnen hängten sich augenscheinlich als Mutprobe an das Brückengeländer. Des Weiteren versuchten diese ein Mädchen aus der Gruppe auch zur Mutprobe zu animieren, indem sie dieses in Richtung Geländer drängten. Es soll aber nicht gestoßen worden sein und befand sich auch nicht auf dem Geländer.

Der 28-jährige Hinweisgeber stellte sich daraufhin vor das Mädchen, um dieses zu beschützen. Hierdurch fühlte sich die Gruppe der Jugendlichen provoziert, woraufhin es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam. Hierbei soll es auch ein Tritt mit dem beschuhten Fuß gegeben haben, als der Geschädigte auf dem Boden lag.

Danach verließen die Jugendlichen den Haltepunkt in verschiedene Richtungen und konnten nach Eintreffen der Polizeibeamten nicht mehr angetroffen werden.

Der Geschädigte klagte über Schmerzen und es wurde ein Rettungswagen angefordert. Nach ambulanter Behandlung konnte der Geschädigte seinen Heimweg antreten.

Es wurden Ermittlungen zum Verdacht der Körperverletzung aufgenommen, die derzeit noch andauern. Insbesondere werden nunmehr weitere Zeugen befragt, die ermittelt werden konnten und Angaben zum Sachverhalt machen können.

In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizeiinspektion Rostock nochmals ausdrücklich auf die extremen Gefahren beim Aufenthalt an und auf Bahnanlagen hin. Dieser Hinweis gilt insbesondere auch für die S-Bahnstrecke, da dort die Züge mit hoher Geschwindigkeit verkehren, sehr leise sind und daher erst spät erkannt werden. Eltern werden gebeten, ihre Kinder für die Gefahren besonders zu sensibilisieren, damit Schlimmeres vermieden werden kann. Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Schon gar nicht für Mutproben!

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Körperverletzung (203)Lichtenhagen (144)Polizei (3293)S-Bahn (77)

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1 Kommentar

  • Kerstin sagt:

    Reicht es nicht das schon ein Jugendlicher tödlich verunglückt ist und ein Kind lebensgefährlich verletzt wurde
    Es gibt so viele Möglichkeiten Mutproben zu machen da muss solche nicht sein
    Kinder und Jugendliche ihr habt euer ganzes Leben noch vor euch schmeißt es nicht für siezend weg

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