Olympia-Kommission überprüft Segeltauglichkeit von Warnemünde

Warnemünde präsentiert sich als Bewerber für die olympischen Segelwettbewerbe 2024 – Theaterfans demonstrieren am Passagierkai

9. April 2015, von
Vertreter von Land und Stadt empfangen die Olympia-Kommission am Passagierkai in Warnemünde.
Vertreter von Land und Stadt empfangen die Olympia-Kommission am Passagierkai in Warnemünde.

Hamburg bewirbt sich um die Olympischen Sommerspiele 2024. Das steht schon seit einigen Wochen fest. Wo die olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen werden sollen, das soll Ende des Monats entschieden werden. Um sich ein Bild von den vier Kandidaten zu machen, reist eine neunköpfige Kommission aus Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes, des Deutschen Seglerverbandes und der Hansestadt Hamburg in den nächsten zwei Tagen nach Lübeck-Travemünde, Kiel und Cuxhafen. Heute machte Warnemünde den Anfang der Begutachtungstour. Am Mittag wurde sie von Ministerpräsident Erwin Sellering, Landessportminister Lorenz Caffier, Oberbürgermeister Roland Methling und dem Rostocker Segelnachwuchs am Passagierkai empfangen. Mit einem Marineschiff brach die Delegation ins Warnemünder Segelrevier auf, das auch bei erfahrenen Seglern gut ankommt.

„Wenn es allein um die Qualität des Segelreviers geht, haben wir die Nase vorn“, so der Eindruck von Erwin Sellering nach der Besichtigung des Ortes und des Konzeptes. Hinzu komme die Weltoffenheit und Sportbegeisterung von Stadt und Land.

Ein Ausflug ins Segelrevier gehört zur Präsentation von Warnemünde als Bewerber für die Austragung olympischer Segelwettbewerbe.
Ein Ausflug ins Segelrevier gehört zur Präsentation von Warnemünde als Bewerber für die Austragung olympischer Segelwettbewerbe.

Doch nicht nur die Qualität des Segelreviers, auch die Unterbringung der Sportler und ihrer Entourage, die Möglichkeiten für Zuschauer und Medien die Wettbewerbe zu verfolgen, die Verkehrsanbindung und das Nachhaltigkeitskonzept fließen in die Beurteilung der Olympia-Kommission ein.

Besonders beim Kriterium Nachhaltigkeit leisteten die Rostocker Überzeugungsarbeit. Roland Methling betonte, dass damit begonnen werde, die Mittelmole in kurzer Zeit so herzurichten, dass sie grundsätzlich olympiatauglich ist, nicht nur für das Jahr 2024/8, sondern immer dann, wenn Deutschland sich um die Austragung der Sommerspiele bewirbt.

Denn nachdem zwar feststeht, dass Hamburg als Bewerber für Deutschland um die Olympischen Spiele 2024 ins Rennen geht, muss sich auch noch das Internationale Olympische Komitee für einen Austragungsort entscheiden.

Am Passagierkai hatten sich auch Demonstranten versammelt, die gegen die Theaterpolitik von Stadt und Land demonstrierten.
Am Passagierkai hatten sich auch Demonstranten versammelt, die gegen die Theaterpolitik von Stadt und Land demonstrierten.

Theaterfans protestieren am Passagierkai

Bevor sich Rostocks Oberbürgermeister jedoch der Präsentation des Warnemünder Segelreviers zuwendete, stellte er sich den mehr als 50 Demonstranten der Diskussion, die am Passagierkai gegen die aktuelle Theaterpolitik protestierten. Untermalt mit Gesängen und Spruchbannern forderten sie die Rücknahme der Kündigung des Intendanten Sewan Latchinian und den Erhalt aller vier Sparten am Rostocker Volkstheater.

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