Atlantis versinkt im Schwanenteich
Die finnische Künstlerin Tea Mäkipää zeigt Außeninstallation vor der Rostocker Kunsthalle
31. Juli 2014, von Stefanie
Ein kleines, gemütliches Haus ragt schräg aus dem Schwanenteich. Die Rostocker wissen, das Wasser war zuerst da. Bei Ortsunkundigen könnte der Eindruck erweckt werden, dass dort ein Haus einem Hochwasser zum Opfer gefallen ist. Wenn sie nicht die Ahnung beschleicht, dass es sich bei diesem Anblick um eine Inszenierung handelt. Und das ist richtig. Mithilfe der Kunsthalle hat die finnische Künstlerin Tea Mäkipää das Haus heute nach zwei Probeläufen in den Schwanenteich hineingesetzt. Eingebettet ist diese Installation in die Ausstellung „Nature and More“, die acht zeitgenössische Künstler aus Finnland in der Kunsthalle vorstellt.
„Atlantis“ ist eine Installation, die Tea Mäkipää gemeinsam mit ihrem Mann Halldór Úlfarsson seit 2007 bereits in mehreren europäischen Gewässern gezeigt hat. Immer gestaltet sie das Haus in landestypischer Architektur. Es gehe ihr darum zu zeigen, wie die Menschen mit der globalen Klimaerwärmung umgehen, erklärt die Künstlerin. „Obwohl das gemütliche Haus im Wasser versinkt, geht das Leben weiter, als wäre nichts passiert. Nicht nur Wissenschaftlern, auch der breiten Öffentlichkeit ist bekannt, dass sich die Lage zuspitzt, aber es passiert nicht viel, um diesen Prozess aufzuhalten.“
Zur artSail 2014 am Vortag der Hanse-Sail-Eröffnung wird Tea Mäkipää wieder an den Schwanenteich kommen. Die Kunsthalle lädt außerdem zu einem Kurzfilmtag mit Künstlergespräch, Kinderprogramm und Barbecue ein.





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