Hansa Rostock beim FC Rot-Weiß Erfurt zu Gast

Mit der nötigen Leichtigkeit und Freude möchte Hansa-Interimstrainer Dirk Lottner ins letzte Auswärtsspiel der Saison gegen Rot-Weiß Erfurt gehen

3. Mai 2014, von
Hansa Rostock bei Rot-Weiß Erfurt zu Gast
Hansa Rostock bei Rot-Weiß Erfurt zu Gast

„Ich erwarte weder Sommerfußball noch verkrampfte Nummer. Ich erwarte zwei Mannschaften, die befreit aufspielen und den Zuschauern noch mal ein fußballerisches Highlight bieten wollen“, erklärt Hansa-Interimstrainer Dirk Lottner vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison beim FC Rot-Weiß Erfurt. „Mein Ziel fürs Wochenende“, so Lottner, „wird sein, den Gegner früher zu attackieren, früher anzugreifen, ohne dadurch die Defensive zu vernachlässigen“.

Im Ostduell zwischen dem Zwölften und Dreizehnten der Tabelle geht es sportlich für beide Mannschaften nicht mehr um viel. Motivationsprobleme sieht der Hansa-Trainer jedoch keine. „Verpflichtung ist allein schon, wenn ich höre, dass 2.000 Hansa-Fans sich auf den Weg nach Erfurt machen“, erklärt Lottner und ergänzt, dass sich jeder selbst für nur einen Fan so vorzubereiten hätte, „als wäre es irgendein Finalspiel“. Außerdem werde jeder weiterhin bis Ende Juni bezahlt.

„Vom Gerüst her, vom Charakter der Mannschaft ist das das Positivste, was ich je erleben durfte“, lobt der Hansa-Trainer sein Team als sehr homogen, willig und lernbereit. „Ich glaube nicht, dass das eine Selbstverständlichkeit ist, sondern dass das echt was Besonderes ist“, bekräftigt der Coach. Dass es sportlich nicht entsprechend gut gelaufen ist, macht Lottner am Druck fest, dem die jungen Spieler noch nicht gewachsen seien.

Was den Kader betrifft, muss Hansa Rostock neben Tommy Grupe (Kreuzbandriss) auch auf Sebastian Pelzer (Zehenentzündung), Johan Plat (Verhärtung im Adduktorenbereich), Leonhard Haas (Zerrung am Hüftbeuger) und Henry Haufe (Magenschleimhautentzündung). Manfred Starke hingegen gehört heute wieder mit zum Kader.

Anpfiff zur Partie gegen Erfurt ist um 13:30 Uhr. Etwa 10.000 Zuschauer, darunter 2.000 Hansa-Fans, werden am Nachmittag im Steigerwaldstadion erwartet. Das Hinspiel konnten die Rostocker Ende November mit 1:0 für sich entscheiden. Mit diesem Sieg kämpfte sich die Kogge bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran.

Wegen der Ausschreitungen im Spiel gegen RB Leipzig wurde Hansa Rostock gestern vom DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro sowie zur Schließung der Südtribüne beim letzten Heimspiel der Saison verurteilt.

Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock und Rainer Friedrich, Vorstand für Stadionmanagement/Prävention
Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock und Rainer Friedrich, Vorstand für Stadionmanagement/Prävention

Rainer Friedrich, Vorstand für Stadionmanagement/Prävention, und Michael Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des F.C. Hansa Rostock, präsentierten einen Maßnahmenkatalog, der Folgendes beinhaltet:

  1. Beim Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden (10. Mai 2014) bleibt die Südtribüne geschlossen.
  2. Die Kosten für Tageskarten auf der Südtribüne werden in den ersten drei Heimspielen der neuen Saison um je 5 Euro erhöht.
  3. Der Ordnerbestand im Bereich der Südtribüne wird in der kommenden Saison signifikant erhöht und die Einlasskontrollen werden weiter verstärkt.
  4. Für die Vorbereitung von beispielsweise abgesprochenen Choreographien haben einige Fanclubs des F.C. Hansa Rostock vertrauensvoll Arbeitskarten vom Verein erhalten. Der Fanszene Rostock e.V. wird ab sofort das Mitnehmen von Fanutensilien abweichend von der Stadionordnung untersagt – sämtliche Arbeitskarten werden eingezogen. Somit sind der Fanszene Rostock e.V. bis auf Widerruf keine Choreographien in der DKB-Arena gestattet.
  5. Der Fan-Container im Umlauf der Südtribüne, der für den Verkauf von Fanartikeln der Fanszene Rostock e.V. verwendet worden ist, wird bis auf Weiteres geschlossen. Damit wird der Fanszene Rostock eine erhebliche Finanzierungsquelle entzogen.
  6. Der F.C. Hansa Rostock prüft außerdem die Möglichkeit des personalisierten Kartenverkaufs für die Südtribüne in der kommenden Spielzeit.
  7. Weiterhin prüft der F.C. Hansa Rostock für die kommende Saison die Option, ausschließlich registrierte Dauer- und Tageskarten für seine Auswärtsspiele zu verkaufen.

Zudem zog der Verein seine Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 17. April 2014 zurück.

Die Fanszene Rostock erklärte: „Wir akzeptieren die Maßnahmen des Vereins und können diese nachvollziehen. Jetzt gilt es den Vertrauensvorschuss der Vereinsführung wieder zu erarbeiten. Als ersten Schritt werden wir dazu den finanziellen Schaden, der unserem F.C. Hansa Rostock durch den Sachschaden auf der Südtribüne entstanden ist, vollständig regulieren. Darüber hinaus werden wir den Verein bei der Sanierung der Gebäude der Hansa-Nachwuchsakademie tatkräftig unterstützen.“

Bericht vom Spiel Hansa Rostock – Rot-Weiß Erfurt

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