FiSH - (Film)Festival im Stadthafen 2012

Ein Tag mehr und höhere Preisgelder für Filme aus Deutschland und Russland

3. Mai 2012, von
Nicht der einzige FiSH im Stadthafen
Nicht der einzige FiSH im Stadthafen

Ein FiSH steht vor der Tür. Zugegeben, eine etwas merkwürdige Vorstellung, doch FiSH steht für Festival im Stadthafen. Auch in diesem Jahr wird Rostock für ein Wochenende die Hauptstadt von jungen Filmbegeisterten sein.

Insgesamt 62 Filmbeiträge werden in verschiedenen Spielstätten im Stadthafen gezeigt. Neben Altbewährtem gibt es in diesem Jahr auch einige Neuigkeiten zu vermelden.

Pressesprecher Toni Altmann, Festivalleiterin Henrike Hübner, Moderatorin Änne Cordes und Klaus Blaudzun vom Institut für neue Medien
Pressesprecher Toni Altmann, Festivalleiterin Henrike Hübner, Moderatorin Änne Cordes und Klaus Blaudzun vom Institut für neue Medien

Die auffallendste Neuerung dürfte die Verlängerung des Filmfestivals um einen Tag sein. Los geht es in diesem Jahr am Donnerstag, dem 10. Mai mit der Verleihung des Medienkompetenz-Preises im Theater im Stadthafen. Auch drei neue Spielstätten konnten die Organisatoren mit ins Boot holen: Zum einen das Kulturkombinat Bunker, zum anderen zwei Schiffe, die für spezielle interne Veranstaltungen benutzt werden.

Drei inhaltliche Schwerpunkte bietet das FiSH in diesem Jahr. Zum einen natürlich der Wettbewerb JUNGER FILM, bei dem aus 410 Einsendungen 32 Beiträge ausgewählt wurden, die um die Gunst der Jury und des Publikums kämpfen. „In diesem Jahr sind eindeutig mehr Dokumentationen und ernste Beiträge vertreten. Zwar gibt es auch noch witzige Stellen, aber der Humor ist eher al dente“, erzählt Klaus Blaudzun vom Institut für Neue Medien.

Festival im Stadthafen 2012
Festival im Stadthafen 2012

Neben dem Wettbewerb gibt es noch ein spezielles Filmfenster mit zwölf Beiträgen aus dem diesjährigen Partnerland Russland. Dazu werden auch alle Filmemacher anwesend sein und für Gespräche bereitstehen. Der dritte Bereich sind die SehSterne, verschiedene Veranstaltungen, die in diesem Jahr vor allem die Themen Punk und Auseinandersetzung mit der DDR behandeln. Schon der Eröffnungsfilm „Über das Meer“ setzt sich mit der Flucht aus Ostdeutschland auseinander. „Für mich schon jetzt eines der Highlights in diesem Jahr“, erzählt Moderatorin Änne Cordes.

Eine weitere ganz entscheidende Neuerung ist die Verdoppelung der Preisgelder auf insgesamt ungefähr 12000 Euro. So unterstützt der Kulturminister Mathias Brodkorb den Medienkompetenzpreis mit 1000 Euro und die Rostocker Brauerei stellt für den Publikumspreis im Wettbewerb „Junger Film“ 777 Euro zur Verfügung. Besonders dürfte sich in diesem Jahr der Gewinner des Jurypreises freuen, der neben 2000 Europreisgeld ein Filmförderbudget des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 5000 Euro bekommt.

Jungfilmemacher Yves Bartell und Caroline Spehr, die im Beitrag Helmut mitspielt
Jungfilmemacher Yves Bartell und Caroline Spehr, die im Beitrag Helmut mitspielt

Hoffnung darauf dürfen sich auch drei Rostocker Beiträge machen. „Helmut“ – beim Rostocker FilmFest 2011 bereits für die beste Filmidee geehrt – ist ein Film der Gruppe „New X-iT“. Schon im letzten Jahr konnten sie mit ihrem Film „minus acht grad“ am Wettbewerb teilnehmen. Auch Yves Bartell ist Mitglied der Gruppe, doch in diesem Jahr hat er mit „Close Up“ einen eigenen Beitrag eingereicht. Der 18-Jährige hat sich als Ziel gesetzt, eine Geschichte in möglichst kurzer Zeit zu erzählen. Herausgekommen ist eine Familiengeschichte, die nicht mal zwei Minuten dauert.

Die jungen Filmemacher bringen das Ziel des diesjährigen Wettbewerbs genau auf den Punkt: „Wir wollen weiterhin schöne Filme sehen und Spaß haben.“ Wenn euch das Treiben in den letzten Jahren entgangen sein sollte, habt ihr an diesem Samstag die Möglichkeit, die Preisträger der vergangenen Jahre im Bunker anzuschauen und euch so auf ein filmreiches Wochenende vorzubereiten.

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