Kunsthalle erweitert Sammlung um fünf Werke von Werner Tübke

Mit Unterstützung der Ostseesparkasse und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gelingt der Kunsthalle Rostock ihr erster Ankauf nach gut 20 Jahren

11. Juni 2014, von
Dr. Uwe Neumann vor den fünf Tübke-Werken, die nun zu der Sammlung der Kunsthalle Rostock gehören.
Dr. Uwe Neumann vor den fünf Tübke-Werken, die nun zu der Sammlung der Kunsthalle Rostock gehören.

Die Sammlung der Kunsthalle Rostock ist um fünf Werke reicher. Nach vielen Jahren gelang dem Rostocker Kunstmuseum im Rahmen eines Ausstellungsprojektes erstmals wieder ein größerer Ankauf. Ein Gemälde und vier Zeichnungen des Leipziger Grafikers und Malers Werner Tübke erweitern das kleine Rostocker Konvolut von bisher zwei Gemälden des bedeutenden, nicht unumstrittenen Künstlers der Leipziger Schule.

Für 75.000 Euro konnten die Werke dank der Vermittlung der Tübke Stiftung aus dem Nachlass, den ein Frankfurter Galerist erworben hatte, gekauft werden. „Dass wir bei der Summe herausgekommen sind, ist dem Verhandlungsgeschick von Uwe Neumann zu verdanken“, sagt Patricia Werner von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, die gemeinsam mit der Ostseesparkasse das Geld für den Ankauf zur Verfügung gestellt hat.

Überzeugt hat nicht nur die Kunsthalle „als herausragende kulturelle Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern mit einer über die Landesgrenzen hinausreichenden Ausstrahlung“. „Der Mann konnte malen. Werner Tübke wäre in diesem Jahr 85 geworden, wenn er nicht vor 10 Jahren gestorben wäre. Erstaunlicherweise fällt das keinem anderen auf als der Kunsthalle Rostock“, lobt Patricia Werner.

Nach 20-jähriger Pause kann die Kunsthalle ihrer Sammlung so wieder Werke eines überregional bedeutsamen Künstlers hinzufügen. Erwerbungen aus den letzten Jahren stammen von den Finalisten des Rostocker Kunstpreises. Neben dem Ausstellen sei das Sammeln eine klare Aufgabe eines Museums, unterstreicht Kunsthallenleiter Dr. Uwe Neumann. „Es gibt einen kleinen Ankaufsetat der Stadt, aber der reicht nicht, um überregional bedeutende Positionen ankaufen zu können.“

„Wenn wir so eine größere Gruppe von einem wichtigen Künstler haben, ist das nicht nur für andere, die Kunst verkaufen, sondern auch verschenken wollen, interessant“, ergänzt Dr. Ulrich Ptak. Zu den jüngsten Schenkungen an das Haus zähle eine Arbeit des Düsseldorfer Fotografen Elgar Esser. Die Qualität der Sammlung der Kunsthalle wirke sich darüber hinaus auch auf die Ausstellungen aus. So sei es ein Unterschied für Weltstars, ob sie im Kunsthandel oder in einem Kunstmuseum ausstellen.

Bereits im letzten Jahr wurde mit einer Tübke-Ausstellung in der Kunsthalle der Stein zum Ankauf ins Rollen gebracht. Standen damals vor allem seine Zeichnungen im Mittelpunkt, werden in einer weiteren Ausstellung, die am 21. Juni eröffnet wird, seine Gemälde zu sehen sein. Neben denen von Michael Triegel, der bei der Vernissage auch anwesend sein wird. In „Zwei Meister aus Leipzig“ wird dann auch das neu erworbene Tübke-Gemälde „Begräbnis im Gebirge“ aus dem Jahre 2000 in der oberen Etage zu sehen sein. Unten werden die vier Zeichnungen ausgestellt, bevor sie anschließend ins Depot kommen.

Gräserpark und Parkplatz im Außenbereich der Kunsthalle

Nicht nur in der Kunsthalle, auch im Außenbereich wird derzeit einiges zur Aufwertung getan. So nimmt der Gräserpark Form an. Schon laden Liegestühle in dem erneuerten Bereich neben dem Café zum Verweilen ein, später sollen Skulpturen dort aufgestellt werden. Hinterm Haus wird es morgen den ersten Spatenstich für einen neuen Parkplatz geben. 40 Stellplätze sollen hier für die Kunsthallengäste entstehen. Unterstützt wurde das Projekt mit einer Spende von 30.000 Euro von der Jahresköste.

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