„Schüler stellen aus“ 2018 in der Kunsthalle Rostock

Zum 25. Mal zeigt die Kunsthalle Arbeiten aus Schulen der Hansestadt und aus dem Landkreis Rostock

1. März 2018, von
Die Klasse 8a der Borwinschule zeigt eine ausgezeichnete Gemeinschaftsarbeit bei „Schüler stellen aus“ in der Kunsthalle
Die Klasse 8a der Borwinschule zeigt eine ausgezeichnete Gemeinschaftsarbeit bei „Schüler stellen aus“ in der Kunsthalle

Es ist schon etwas Besonderes in der Kunsthalle ausgestellt zu werden. Viele bedeutende Künstler wurden hier schon gezeigt. Gerhard Richter zum Beispiel, der zu den bedeutendsten Gegenwartsmalern der Welt zählt. Für seine Bilder wurden Millionen gezahlt. Viele professionelle Künstler bewerben sich vergeblich darum, ihre Werke hier einmal präsentieren zu dürfen, erklärt Kunsthallenchef Dr. Jörg-Uwe Neumann.

Einmal im Jahr haben Schüler die Chance hier ihre Arbeiten im Rahmen von „Schüler stellen aus“ einem interessierten Kunstpublikum vorzustellen. In diesem Jahr beteiligten sich 25 Schulen aus Rostock und dem Landkreis. 847 Arbeiten wurden eingereicht.

Bunte Eulen, Winterlandschaften, Stadtansichten, Porträts und Installationen zeigen, wie viel Kreativität in den Schülern steckt. Trotz Instagram und Twitter fertigen sie auch mal ganz analog eine Zeichnung an, malen ein Bild oder formen eine Skulptur. Inhaltlich setzen sie sich mit Zukunftsfragen auseinander, entwerfen Fantasielandschaften oder greifen ganz persönliche Gefühlszustände oder gar den Krieg in Syrien in ihren Arbeiten auf.

Einen Hund hat Merle Bleeck aus der Werkstattschule „erst gemalt und dann gedruckt und dabei ein bisschen verändert“. Eine Monotypie ganz im Stile Paul Klees ist so entstanden. Unter den Erstklässlern wurde sie dafür als Beste ausgezeichnet.

„Nicht nur in der Schule, auch zuhause zeichne und male ich gern und probiere neue Sachen aus“, erzählt Henriette Wolframm, die zum ersten Mal in der Kunsthalle ausstellt. In ihrer Grafik beschäftigt sie sich mit der Rolle der Technologie. Gleichförmige Menschen mit leeren Augen wie Marionetten an Seilen hängend hat die Zehntklässlerin auf das Papier gebracht. Dafür wurde sie ebenfalls mit einem Preis belohnt.

Eine Jury, in der auch bekannte Künstler wie Susanne Rast und Feliks Büttner mitwirkten, hatte die Preisträger ermittelt. Die herausragendsten Werke der jeweiligen Klassenstufe von eins bis sechs sowie die besten der oberen Jahrgänge in den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik und Neue Medien wurden ausgezeichnet. Einmalig wurde auch ein Sonderpreis zum Stadtjubiläum der Hanse- und Universitätsstadt Rostock verliehen.

Seit 25 Jahren gibt es diese Ausstellung, zunächst unter dem Namen „Tage der Kunst“. Später wurde die Schülerausstellung, die von der Kunstlehrerin Heike Reuter ins Leben gerufen wurde, in „Schüler stellen aus“ umbenannt. Seit 1994 wird sie in der Kunsthalle gezeigt. Es sei ein schwerer Kampf gewesen, berichtet Jörg-Uwe Neumann. „Damals gab es hier keine aufgeschlossene Atmosphäre. Die Bilder wurden einfach auf den Fußboden gelegt. Heute machen wir uns um die Frage, wie die Malereien und Grafiken aufgehängt und die Skulpturen aufgestellt werden sollen, genauso Gedanken, wie zu jeder anderen Ausstellung auch.“

Die Ausstellung ist bis zum 18.03. in der Rostocker Kunsthalle (Hamburger Straße 40) zu sehen. Der Eintritt ist frei

[ad]Fotos von der Ausstellungseröffnung in der Kunsthalle:

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