Warnemünder Turmleuchten 2020 unter dem Motto „Schicksal“

Am 1. Januar 2020 startet die 21. Neujahrsinszenierung des Warnemünder Turmleuchtens mit Feuerwerk, Lasershow und Uraufführung des Songs „Mein Leuchtturm“

2. Dezember 2019, von
Am 1. Januar 2020 gibt es die 21. Neujahrsinszenierung des Warnemünder Turmleuchtens mit Feuerwerk, Lasershow und Livemusik (Foto: Archiv)
Am 1. Januar 2020 gibt es die 21. Neujahrsinszenierung des Warnemünder Turmleuchtens mit Feuerwerk, Lasershow und Livemusik (Foto: Archiv)

Nicht ganz so gut meinte es das Schicksal am 1. Januar dieses Jahres mit den Veranstaltern des Warnemünder Turmleuchtens. Europas größtes Neujahrsevent wurde schlichtweg vom Winde verweht. Zwar wurde es am 6. April vor 75.000 Zuschauern nachgeholt, doch die Versicherung bezahlte den Ausfall nicht vollständig und seitdem klafft eine Finanzierungslücke von rund 50.000 Euro bei dem für Besucher schon immer eintrittsfreien Spektakel, erläutert Organisatorin Martina Hildebrandt von Hanse Event.

Dank einer Spendenkampagne des Leuchtturmvereins und des Warnemünders konnten bereits über 32.000 Euro gesammelt werden. Die Spendenaktion läuft bis zum Neujahrstag weiter und auch am Veranstaltungstag soll es Spendenboxen vor Ort geben, kündigt Klaus Möller vom Leuchtturmverein an.

Als Live-Act verspricht Regisseur Torsten Sitte eine ganz besondere Premiere. Jürgen Matkowitz (früher Mitglied der DDR-Hardrockband „Prinzip“), der das Neujahrsspektakel seit vielen Jahren als Laserkünstler mitgestaltet, hat einen Song speziell fürs Turmleuchten komponiert und produziert. Zusammen mit Dieter „Quaster“ Hertrampf (Puhdys), Dietmar Ränker (Berluc) und Sänger Rollo wird der rockige Song „Mein Leuchtturm“ am 1. Januar uraufgeführt.

300 kg Sprengstoff werden bis zu 120 Meter in die Höhe geschossen, 40 Scheinwerfer und fünf Laseranlagen sorgen für ein farbenfrohes Lichtermeer über dem Warnemünder Leuchtturm. Etwa 160 Techniker, Feuerwerker, Künstler und Sanitäter sind an der Produktion beteiligt, über 200 Sicherheitskräfte sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Auch für Tourismusdirektor Matthias Fromm ist diese Veranstaltung „eine der wichtigsten im touristischen Jahr der Hansestadt Rostock“ – nicht nur als ein Imageträger, sondern auch als starker Wirtschaftsfaktor.

Warnemünder Turmleuchten 2020: Revierleiter Stefan Damrath (v.l.), Regisseur Torsten Sitte, Mathias Stagat (Leuchtturmverein), Dieter „Quaster“ Hertrampf, Tourismusdirektor Matthias Fromm, Jürgen Matkowitz, Leuchtturmvereinschef Klaus Möller und Organisatorin Martina Hildebrandt mit Labrador Paul freuen sich auf die Neujahrsinszenierung
Warnemünder Turmleuchten 2020: Revierleiter Stefan Damrath (v.l.), Regisseur Torsten Sitte, Mathias Stagat (Leuchtturmverein), Dieter „Quaster“ Hertrampf, Tourismusdirektor Matthias Fromm, Jürgen Matkowitz, Leuchtturmvereinschef Klaus Möller und Organisatorin Martina Hildebrandt mit Labrador Paul freuen sich auf die Neujahrsinszenierung

Der Warnemünder Ortskern wird während der Veranstaltung für den Fahrzeugverkehr gesperrt, Besuchern wird empfohlen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Da am Bahnhof noch gebaut wird, enden die S-Bahnen am Haltepunkt Warnemünde-Werft. Die Bundespolizei wird hier mit Absperrgittern dafür sorgen, dass die Besucher gefahrlos abreisen können.

„Wir gehen grundsätzlich von einem friedlichen Verlauf der Veranstaltung aus“, stellt Stefan Damrath, Leiter des zuständigen Polizeireviers Lichtenhagen, klar. Angesichts der politischen Weltlage ist allerdings auch der islamistische Terror etwas, „das wir nicht wegreden können“, so Damrath. Mit Sperren und Entfluchtungspunkten bereitet sich die Polizei auf diese „abstrakte Gefahr“ vor, es gibt jedoch keinerlei Hinweise auf eine konkrete Gefahr, betont der Revierleiter. Drohnen und eigene Feuerwerkskörper sind während der Veranstaltung strikt verboten.

Ab 15 Uhr beginnt das Vorprogramm mit Live-Musik von Ola van Sander. Um 18 Uhr startet die eigentliche Inszenierung. Nach genau 30 Minuten erscheint die neue Jahreszahl am Leuchtturm und der spektakuläre Jahresauftakt findet seinen Abschluss.

Keine Option sei es übrigens, das Turmleuchten nach dem sturmbedingten Ausfall immer ins Frühjahr zu verlegen, stellt Martina Hildebrandt klar, auch wenn das Wetter dann schöner ist. „Das Turmleuchten gehört auf den 1. Januar“, so die Event-Organisatorin. „Für viele beginnt das neue Jahr wirklich erst mit dem Turmleuchten, wenn am Leuchtturm die neue Jahreszahl steht.“ Dieses Gefühl, gemeinsam etwas Neues zu beginnen, hat man nur am Neujahrstag, ist sich Hildebrandt sicher.

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